Aufstockung Inhauser Straße Salzburg

Besonderheiten

Ein Team aus Praxis und Forschung entwickelte für eine in die Jahre gekommene Siedlung aus den 80ern ein Vorzeigeprojekt. 75 Bestandswohnungen wurden durch Rückbau und Aufstockung um 24 neue Einheiten erweitert und sind jetzt zu 100% mit erneuerbarer Energie versorgt. Die Aufstockung zeichnet sich durch eine verspielte Topografie aus, welche die bestehenden Giebelwände als Silhouette wiederverwendet und so zur Identitätsbildung beiträgt.

Innovation und Nachhaltigkeit:
Zentrales Ziel des Projekts war die Umsetzung eines Demo-Vorhaben welches die Pariser Klimaziele für 2030 einhält. Es wurden Maßnahmen entwickelt, die sowohl die sozialen Bedürfnisse der Bewohner berücksichtigt, als auch die wirtschaftliche Umsetzbarkeit im Rahmen des geförderten Wohnbaus. So wird z.B Anstelle von zusätzlichen PKW Stellplätzen ein attraktiver Mix aus Mobilitätnutzungen angeboten, der auch für Anrainer zugänglich ist.

Konstruktion/Technik
Der Bestand, ein Massivbau (Bj. 1985) wurde kernsaniert und alle Wohnungen barrierefrei umgebaut. Tragende Wänd und Decken sowie die Tiefgarage blieben erhalten. Die beiden Aufstockungsgeschosse wurden mit tragenden Massivholzwände und Zwischendecken aus Stahlbeton errichtet. Für die Dämmung der Bestandaußenwände und Neubauwände wurde eine Holzkonstruktion errichtet, welche mit Recycling-Zellulose gedämmt wurde.

75 % des Wärmebedarfs werden aus Abluft- und Abwasserwärmerückgewinnung mittels Wärmepumpen gedeckt. Der restliche Wärmebedarf wird mittels Pelletkessel abgedeckt. Zusätzlich kann der mittels PV-Anlagen erzeugte Strom durch ein Mieterstrommodell von allen Bewohnern genutzt werden.

Keyfacts

Architektur-Büro
cs-architektur
Teilnehmer
Christoph Scheithauer
Fläche des Objekts
m2
Baujahr
2022
Flachdach-Eigenschaften
Gründach, Urban Gardening, Aufstellfläche für Technik, Dachterrasse, Solar-/Photovoltaikdach

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