Parkdeck P5 in Rüsselsheim

Besonderheiten

Als Teilnehmer-Objekt #14 des Flachdach Contest 2023 startet das Rüsselsheimer Parkdeck P5 von Schoyerer Architekten_SYRA.

Die in den 1970er-Jahren entstandene Trabantenstadt „Dicker Busch“ in Rüsselsheim ist geprägt von bis zu zehngeschossigen Wohnblocks. Um den Wohnwert im Quartier zur erhöhen, haben Schoyerer Architekten_SYRA gemeinsam mit den Landschaftsarchitekten von Grün einen neuen Landschaftspark geschaffen und dabei auch ein modernes Parkdeck mit 71 Stellplätzen ergänzt.

Im Zuge der Planung wurde das Parkdeck neu auf dem Grundstück platziert. In der finalen Lage des Ersatzneubaus öffnet sich zwischen Parkdeck und den angrenzenden Wohnhochhäusern ein großzügiger Landschaftspark mit neuen Wegeverbindungen, Quartiersplatz und Aufenthaltsmöglichkeiten.
Durch das Anheben des oberen Parkdecks entsteht ein Lärm- und Sichtpuffer zum viel befahrenen Hessenring, der zur deutlichen Aufwertung der Freiflächen beiträgt. Die kompakte Bauweise und effiziente Ausnutzung der bebauten Fläche trägt im direkten Vergleich zum alten Parkdeck zur Entsiegelung der Grundstücksfläche bei. Aufgrund der unmittelbar angrenzenden mehrgeschossigen Wohnhäuser ist auch die sogenannte 5. Fassade als extensiv begrüntes Dach mitentworfen worden. Das von den meisten Wohnungen aus sichtbare Dach des Parkhauses wurde von den Planerinnen und Planern als durchgängige Gründach-Landschaft konzipiert. Dadurch gelingt eine optimale Integration des Neubaus in die grüne Umgebung.

Das ca. 45 m lange und 17 m breite Parkdeck P5 besteht aus einem halbversetzten Tiefgeschoss und einem Hochparterre. Dieser Ebenenversatz lässt sich gut erkennbar an den Stirnseiten ablesen, entsprechend schließen die Freianlagen sowohl in Richtung Hessenring abgeböscht als auch den Wohnhäusern zugewandt ebenerdig an. An der westlichen Stirnseite zur Robert-Bunsen-Straße liegen die beiden auf die wesentliche Gestaltung reduzierten Zufahrtsrampen. Das Gegenstück hierzu bildet das sich zum Quartiersplatz hin trichterförmig öffnende und großzügige Eingangsportal für die fußläufige Erschließung der beiden Parkebenen.

Die halbtransparente Lochblechfassade des Parkhauses vermittelt einen gewissen Sichtschutz von außen und ermöglicht andererseits einen hellen und freundlichen Innenraum. Aufgrund des sehr hohen Lochanteils und unterschiedlichen Kantungen entsteht die Anmutung eines eleganten und transparenten Vorhangs. Je nach Lichteinfall und Blickwinkel entstehen so von Außen schöne Licht- und Schattenspiele. An der Längsseite zum Hessenring ist die Fassade ausgespart und gewährt so den uneingeschränkten Blick auf die Nutzung des Gebäudes.
In den Abendstunden leuchtet das Parkhaus durch sein hohes Maß an Transparenz in der Fassade in warmen Farbtönen in den Landschaftspark und den Stadtraum hinein und trägt somit zu einer freundlichen Atmosphäre bei.

Das auf dem Gründach anfallende Regenwasser wird in einem Pumpensumpf gesammelt und mittels Hebeanlage in eine extra dafür angelegte Versickerungsmulde im Landschaftspark geführt, so dass sich dort nach Regenfällen ein kleiner Teich bildet.

Keyfacts

Architektur-Büro
Schoyerer Architekten_SYRA
Teilnehmer
Julian Andreas Schoyerer
Art des Objekts
Parkhaus
Fläche des Objekts
1700 m2
Baujahr
2022
Flachdach-Eigenschaften
Gründach
Dachabdichtung
Dachbahn FPO

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