Neubau Kita Jägerhalde

Besonderheiten

Die Kita Jägerhalde in Stuttgart überzeugt durch ihre gelungene Einbettung in die grüne Umgebung. Ausgehend von der attraktiven Hanglage am Neckar an der Grenze zwischen Bebauung und Landschaft haben Reichel Schlaier Architekten einen zweigeschossigen Baukörper geschaffen, der sich rückwärtig in das Gelände schiebt. Die Flachdachflächen sind abwechslungsreich als Terrasse oder als begrünte Spielflächen gestaltet.

Zusätzlich betont wird das architektonische Konzept durch eine hochwertige Fassadengestaltung, die geprägt ist durch das Zusammenspiel von Glas, hellgrauen Faserzementplatten und blauen Fassadenelementen aus Alublech.

Die Kinder können auf den Flachdachflächen der Kita auch schaukeln.

Die viergliedrige Kita Jägerhalde in Stuttgart wird auf den ersten Blick durch die malerische Hanglage am westlichen Ufer des Neckars bestimmt. Entstanden ist ein flacher zweigeschossiger Baukörper, der sich ganz selbstverständlich in die Topografie einfügt und der damit eine optimale Ausnutzung der verfügbaren Grundstücksfläche ermöglicht. Insgesamt stehen Räumlichkeiten für 55 Kinder zur Verfügung – unterteilt in zwei Gruppen für Kinder bis drei Jahren mit insgesamt 20 Plätzen, eine Gruppe für Kinder bis sechs Jahren mit 15 Plätzen und eine Gruppe für Drei- bis Sechsjährige mit ebenfalls 20 Plätzen. Die Räume für die jüngeren Kinder befinden sich im Erdgeschoss, während die für die älteren im Obergeschoss liegen. Die Nutzflächen und Flure sind im Hang verborgen, während die Gruppen- und Schlafräume sowie der Bewegungsraum weite Ausblicke ins Tal bieten.

Aus der Ferne betrachtet wird der Neubau dadurch trotz seiner modernen Detaillierung als Teil der umgebenden Weinbergmauern wahrgenommen.

Ein architektonischer Bestandteil sind außerdem die von den Gruppenräumen aus direkt erreichbaren Außenbereiche vor dem Erdgeschoss sowie auf den beiden Flachdächern.

Diese Flächen sind abwechselnd mit Sand-, Matsch- und Wasserspielbereichen gestaltet, dienen als Dachterrassen oder sind mit Weiden und Kirschbäumen bepflanzt.

Warmdach mit zweilagiger Bitumenabdichtung

Die Flachdachflächen des Hauptdaches sowie der Dachterrassen wurden als Nicht belüftetes Dach mit einer zweilagigen Abdichtung aus Bitumenbahnen umgesetzt und anschließend mit Betonplatten bzw. mit intensiv begrünten Flächen gestaltet. Mit der Ausführung der erforderlichen Abdichtungsarbeiten war die Werner Scholz GmbH & Co. KG aus Aalen-Fachsenfeld beauftragt worden. Oberhalb der Stahlbetondecke brachten die Mitarbeitenden zunächst einen Bitumenvoranstrich und eine Bitumen-Dampfsperrbahn auf. Im nächsten Schritt wurde eine Gefälledämmung verlegt, um eine optimierte Wärmedämmung und einen sicheren Abfluss von Regenwasser zu erreichen. Direkt darüber schützt eine zweilagige Bitumenabdichtung das Gebäude dauerhaft gegen Feuchtigkeit.

Nach Fertigstellung der Abdichtung konnten die Mitarbeitenden des beauftragten Garten- und Landschaftsbauers mit dem Aufbau für die Dachterrasse und für die intensive Begrünung beginnen. In einem ersten Schritt wurden dazu eine PE-Folie als Trenn- und Gleitschicht, eine Bautenschutzmatte, ein Drainageelement sowie ein Schutzvlies aufgebracht. Direkt darüber konnten abschließend die Betonplatten bzw. der Rasen verlegt und die intensive Begrünung aufgebracht werden. Im Ergebnis ist eine abwechslungsreich gestaltete Spiel- und Grünlandschaft entstanden, die sich fließend in die Hanglage des Grundstücks einfügt. Je nach Blickwinkel ergeben sich dabei attraktive Ausblicke ins Grüne oder über die Stadt hinweg auf die gegenüberliegenden Weinlagen und die bekannte Grabkapelle auf dem Rotenberg.

 

Keyfacts

Architektur-Büro
Reichel Schlaier Architekten GmbH Freie Architekten BDA
Teilnehmer
Christine Spetzler und Roman Rosert
Art des Objekts
Kindertagesstätte
Fläche des Objekts
1150 m2
Baujahr
2022
Flachdach-Eigenschaften
Gründach, Dachterrasse, Sonstiges
Dachabdichtung
Elastomerbitumenbahn

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