Besonderheiten
Besondere Dinge brauchen auch manchmal eine besondere Zeit.
Nach einem Wettbewerbsgewinn, Zeit für planungsrechtliche Arbeiten und dann endlich der Start Ende 2024 wurde nun ein Unikat geschaffen, dass es so bisher noch nicht gab.
- Stahlschraubfundamente
- Stahlbodenplatte schwebend
- Brettschichtholz Wände und Decken
Viele haben gesagt, das geht doch gar nicht. Nun sehen wir das Ergebnis.
Besonderes Augenmerk auf
- Nachhaltigkeit
- Co2-Reduktion graue Energie
- Recycling Holz, Stahl, kein Beton mit hohem Co2-Verbrauch
- Rückbaubarkeit Konstruktionen und Gebäude allgemein bis hin zur Aufputzelektroinstallation.
- Schraubfundamente (Stahl) „einfach“ wieder raus schrauben
- Vorhandene Parkplatzflächen für Neubau verwenden
- Keine Flächen versiegeln (Unter dem Gebäude kann Wasser versickern da es über dem Boden „schwebt“)
- Extensives Gründach, 120 m², zur zusätzlichen Entsiegelung und Einpassung in das Naturschutzgebiet
- Photovoltaikanlage auf Dach und Fassade (33 Module, ca. 8 kWp) – die Fassaden-PV macht die Anlage zusätzlich sichtbar und ergänzt den ökologischen Gesamtkontext
- Besonderer Bauort (alter Schlosspark, Bodendenkmal, Naturschutzgebiet, Denkmalschutz am Gebäude RUZ bzgl. Anbindung)
- Vorhandene Bäume integrieren
- Vogelschutz an den Glasflächen (Spezialfolie)
- Sanitärbereich schon als Thema Wasser und Wald thematisierend
Ziel war es, ein Gebäude zu entwerfen, das
- sich harmonisch an den vorhandenen Gebäudekomplex des RUZ Schortens anfügt – in völlig anderer Bauweise als das über 100-jährige alte Gebäude und dennoch als stimmige Ergänzung.
- sich in das Gelände des Klosterparks einfügt ohne dessen Charakter zu zerstören, das in Farb- und Materialwahl eine natürliche Anmutung zeigt, das luftig und nicht zugebaut wirkt. Die Natur im landschaftsgeschützten Park mit altem Baumbestand sollte nicht weichen, sondern eingebunden werden.
- entsprechend seiner inhaltlichen Ausrichtung von Nachhaltigkeit, Ressourcenschutz und sensiblem Umgang mit der Natur geprägt ist – natürliche Materialien, energieeffizient, lichtdurchlässig, ohne größere Eingriffe in den Boden und der umliegenden Natur.
- das als „sprechender Raum“ für seine Themen Wasser und Wald steht im Sinne von „der Raum als Pädagoge“ als Seminar- und Weiterbildungsort für Jung und Alt dient. Das Gründach trägt dabei sichtbar zur Wasserhaltung und Entsiegelung bei und führt das Thema Wasser und Wald bis auf die Dachebene fort.
Fazit: Ein Gebäude, das von Bevölkerung, Nutzern und Betreiberpartnern rundum als Bereicherung des Ortes wahrgenommen wird und nicht als dessen Zerstörung.
Kennzahlen auf einen Blick:
- Gründach: extensiv, 120 m²
- Photovoltaik: 33 Module, ca. 8 kWp, verteilt auf Dach- und Fassadenfläche