Erweiterungsbau für Forschung, Praxen und Labore der Humangenetik

Besonderheiten

  • Erweiterungsbau für humangenetische Forschung sowie sequenzierende Diagnostik und Behandlung von Patienten
  • L-förmiger Neubau ergänzt bestehenden L-förmigen Baukomplex
  • Ausbildung eines städtischen, klar gefassten Baukörpers um einen neuen Innenhof
  • Dreigeschossiger Baukörper mit effektivem Ringschluss auf allen Ebenen für Arztpraxen, Behandlungsräume, Labore und Büros
  • Spannungsfeld zwischen Hochtechnologie und einladender, patientenfreundlicher Atmosphäre
  • Helle und offene Raumgestaltung unter Wahrung von Diskretion
  • Warme Materialisierung, Farbigkeit und Haptik zur Unterstützung von Zugewandtheit zu Patienten und Mitarbeitern
  • Teamzonen (Teeküchen, Aufenthaltsbereiche, Cafeteria) als über das Gebäude verteilte „Perlen in einer Kette“
  • Kräftige rote Farbgebung als identitätsstiftendes Merkmal der Gemeinschaftszonen
  • Treppenhaus als verbindendes Element zur Verknüpfung der „Perlen“
  • Rotes Geländer als „Band“ zur Strukturierung und Verbindung der Raumsequenzen
  • Fassadengliederung als architektonische Übertragung der Sequenzierung
  • Holzmodulfassade in rhythmischer Struktur angelehnt an die Doppelhelix
  • Modulare Fassadenelemente um ein flexibles kernaktiviertes Stahlbetonskelett
  • Rhythmische Fassadenstruktur als Ausdruck der Sequenzierung
  • Auftaktbau des Forschungsparks Cyber Valley in Tübingen
  • Flachdach mit nach innen gerichteter Entwässerung zur kontrollierten Regenwasserführung
  • Flachdach als aktiv genutzter Aufenthaltsraum für Mitarbeiter (Sommerküche / gemeinschaftliche Nutzung)
  • Blickbezug zur Landschaft (Schwäbische Alb) als zusätzlicher Aufenthaltswert des Flachdachs
  • Personenkapazität: 500 Mitarbeiter


Über das Flachdach

  • Dachfläche: 2376 m²
  • Aufenthaltsfläche: 1188 m2
  • Sitz-/Stehplätze Dach: 85 Sitzplätze zzgl. zwei Schaukelplätze, Aufenthaltsbeschränkung wg. Schall: Max. 50 Personen, max. vier Stunden werktäglich, zwischen 8 und 20 Uhr.
  • Sommerküche: Outdoorküche für die Nutzung durch die Mitarbeiter, Veranstaltungsort für Mitarbeiterevents.
  • Begrünung: Bäume, Pflanzen, Garten mit intensiver Begrünung.
  • PV: ja, 88 Module
  • Retention: ja.
  • Regenwasser: Wird gedrosselt in die Kanalisation geführt.


Weitere ökologische Maßnahmen

Betonkernaktivierung, Holzmodule, optimierter Verglasungsanteil, Minimierung solarer Gewinne, energetisch genutzte Bohrpfähle und Wärmerückgewinnung der Lüftung.

Ganzjährige Nutzung: Außerhalb des Sommers: Wintergrillen, durchgehend als PausenbereichBesondere Herausforderung: Verbindung von hochspezialisierter Forschung und medizinischer Nutzung mit hoher Aufenthaltsqualität, städtebaulicher Einbindung und langfristiger Flexibilität. Die Nutzung war bereits im Vorentwurf bekannt. Herausfordernd war die Überzeugungsarbeit gegenüber Nachbarn, um Schallemissionen als tragbar zu vermitteln und dies mit einem Schallgutachten zu belegen.

Der Bauherr hatte den Wunsch einen traumhaften Ausblick auf die Schwäbische Alb mit einer Aufenthaltsqualität zu verbinden. Die Dachterrasse wurde als zusätzlicher Aufenthalts- und Erholungsbereich für sowohl Mitarbeiter als auch Patienten geschaffen und ergänzt die Teamzonen, Lounges und die Cafeteria im Gebäude.

Die Herausforderung bestand darin, ein hochspezialisiertes Forschungs- und Medizinzentrum mit einer einladenden, patienten- und mitarbeiterfreundlichen Atmosphäre sowie einer hohen städtebaulichen und funktionalen Flexibilität zu verbinden. Das Flachdach wurde über zwei notwendige Fluchttreppenhäuser zugänglich gemacht mit großem Aufenthaltsbereich, welcher Outdoorküche, Lounges und Rückzugsbereichen beinhaltet.

Die Gebäudestruktur und Gliederung vermittelt zwischen dem Wissenschaftscampus, den Kleinstrukturen bzw. dem angrenzenden Wohngebiet und bildet einen markanten baulichen Auftakt zum Forschungspark.

Die Dachterrasse bietet Loungebereiche, Sitz- und Rückzugsbereiche, eine Outdoorküche, Schaukelanlagen und begrünte Pflanzeninseln. Eine ganzjährige Nutzung ist angegeben, etwa als Pausenbereich, etwa für Labormitarbeiter, welche sich sonst nur in technisch belüfteten Bereichen aufhalten und Menschen mit schweren Erkrankungen, welche Abstand zur Behandlung nehmen möchten.

Die dreigeschossige Gebäudehöhe, die kleinteilige Fassadengliederung und die Holzmodule vermitteln zwischen Forschungspark und Wohngebiet. Die Dachterrasse ergänzt das Gebäude als begrünter Aufenthaltsbereich.
Das Projekt nutzt Betonkernaktivierung, Holzmodule, PV-Anlagen, Wärmerückgewinnung, einen optimierten Verglasungsanteil und energetisch genutzte Bohrpfähle. Die Dachterrasse verfügt über begrünte Pflanzeninseln.

Die Dachterrasse bietet Mitarbeitern und totkranken Patienten Raum für Erholung, Begegnung und Kommunikation. Loungebereiche, Rückzugsbereiche, Outdoorküche, Pflanzen und Verschattung schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität.

Der Garten auf dem Dach gibt als Retentionsfläche und zum Erhalt der Arten das bebaute Grundstück als naturnahe Fläche wieder zurück. Die Begrünung drosselt den Wassereintrag in die öffentliche Kanalisation und ermöglicht durch Wasserverdunstung eine Kühlung durch an die immer heißer werdenden Innenstädte abgegebene Verdunstungskälte.

Die genutzten Dächer sind nicht neuartig, aber sie schaffen eine fünfte Fassade und ermöglichen die Gebäudehülle zum Aufenthalt / zur Regenerierung, aber auch zur Energiegewinnung zu nutzen.


Auszeichnungen

»Houzee Awards 2026 Platinum Winner« in der Kategorie »Architecture Mixed-Use Housing«
»London Design Awards 2026 Gold Winner« in der Kategorie »Architectural Design – Institutional«
»London Design Awards 2026 Gold Winner« in der Kategorie »Architectural Design – Mix Use Architectural Designs«
»International Architecture & Design Awards 2026 Bronze Winner« in der Kategorie »Healthcare & Medical Facility Design«
»French Design Awards 2026 Silver Winner« in der Kategorie »Architectural Design – Healthcare & Medical Facilities«
»Beispielhaftes Bauen 2025 im Landkreis Tübingen« Architektenkammer Baden-Württemberg
»Wonder Global Design Awards 2025 Silver Winner« in der Kategorie »Architecture / Healthcare facilities«
»Italy International Design Award 2025 Silver« in der Kategorie »Architectural Design/Commercial Buildings«
»Global Architecture Design Awards 2025 Gold Award« in der Kategorie »Health-care Architecture«
»Good Design Award 2025« in der Kategorie »Environments/Architecture«
»G+ Award 2025 Silver Winner« in der Kategorie »Mixed Use – Built«
»AMA Architecture Madrid Awards 2025 Gold« in der Kategorie »Healthcare Architecture«
»RTF Awards 2025 Second Award« in der Kategorie »Mixed Use (Built)«
»IADA Award 2025 Gold« in der Kategorie »Healthcare & Medical Facility Design«
»Architizer A+ Award 2025 Special Mention« in der Kategorie »Institutional Hospital and Healthcare Center«
»BIG SEE Awards 2025« in der Kategorie »Industrial buildings and workspace«
»World Design Awards 2024 Winner« in der Kategorie »Mixed-Use Built«
»Global Design & Architecture Design Awards 2024 Runner Up Third Award« in der Kategorie »Mixed Use (Built)«
»Archello Awards 2024 Laboratory Building of the Year« in der Kategorie »Laboratories«
»Design Educates Awards 2024« in der Kategorie »Architectural Design«

Objekt bewerten

 Hier abstimmen:

Keyfacts

Architektur-Büro
Dannien Roller Architekten + Partner
Teilnehmer
Maren Dannien
Art des Objekts
Erweiterungsbau
Fläche des Objekts
8.315 m2
Baujahr
2024
Flachdach-Eigenschaften
Gründach, Dachterrasse, Solar-/Photovoltaikdach, Andere Nutzungen
Dachabdichtung
Bituminöse Abdichtung
Bildergalerie

Ähnliche Objekte

© pro.b Planungsgesellschaft GmbH & Co. KG
HAS – Hassestraße 1 in 10245 Berlin

Objekt bewerten

Abstimmen
© Architekturbüro Franz Michler
Generationenhäuser am Riedpark in Lauchringen

Objekt bewerten

Abstimmen
© pro.b Planungsgesellschaft GmbH & Co. KG
Westspitze Gewerbebau, Tübingen

Objekt bewerten

Abstimmen
© Volker Lannert, Bonn
Ökologischer Dachgarten, Bonn City

Objekt bewerten

Abstimmen