Fraunhofer IWU 3. BA Aufstockung

Besonderheiten

Für das FH IWU Dresden wurde eine Erweiterung des Forschungsgebäudes angestrebt. Dieser bereits dritte Bauabschnitt dient der Aufstockung um eine Geschossebene als Bürofläche. Damit verbunden Anpassungen der Technik, Modernisierung der Sanitäranlagen sowie ein Klein-Neubau für die Laborzone der Prothetik.

Der Bestandsbaukörper, bestehend aus einem winkelförmigen Hauptteil angegliedertem Hallenbereich und großzügig angelegtem Innenhof, wurde zur Vergrößerung der Büroeinheiten und Ergänzung des Labors (inkl. Laborplanung) im Bereich der Werkhalle erweitert. In diesem Zuge wurde der Hauptgebäuderiegel in westlicher Richtung zusätzlich um ca. 24 m verlängert. Die Erhöhung des Gebäudes wurde durch das Stadtplanungsamt Dresden bereits im BA1 zur Angleichung an die umgebende Bebauung begrüßt. Eine Erweiterung entlang der Straße kam nicht infrage, da gem. Klimagutachten eine Kaltluftschneise zur Lüftung des Gebiets aufrechterhalten bleiben musste.

Die umgesetzte Erweiterung gliedert sich an die bestehenden Raumstrukturen und Erschließungswege an. Einzelne Raumgruppen des Bestands wurden zur Optimierung lediglich verschoben, ohne dass der Nutzer Einbußen von Großflächen wie bspw. Besprechungsräumen verzeichnen musste. Zur Förderung des Austauschs unter den Wissenschaftlern dienen offene Flächen wie informelle Meeting-Points, Kommunikationszonen, Ausstellungsbereiche, erweiterte Erschließungs- und Gemeinschaftszonen. Eine Terrasse auf dem Dach des Ostflügels sowie vorgelagerte Balkone an den Teeküchen erhöhen die Kommunikations- und Aufenthaltsqualität zusätzlich. Zur Realisierung des Stahlbetonskelettbaus im 1,20 m-Raster, dessen Umsetzung im Zuge des BA1 bereits statisch berücksichtigt wurde, kam aufgrund der Bodenbeschaffenheit eine Pfahlgründung zum Einsatz, teils kontaminierter Boden wurde ausgetauscht, unterzugsfreie Flachdecken wurden eingebracht, alle neu erstellten Rohdecken thermisch aktiviert und die neuen Elemente der Lüftungs- und Kältezentrale inkl. Rückkühler und entsprechender Schallschutzwand auf der Dachfläche angeordnet.

Zur Wahrung des Brandschutzes wurde eine Brandwand zwischen den Nutzungseinheiten Bestand und Erweiterung vorgesehen. Die Ausbildung der Fassade erfolgte im EG mittels WDVS und einzelnen Fensterelementen, in den Obergeschossen mit raumhohen, versetzten Fenstern in rhythmisierender Anordnung von Massivbauteilen, teils Pfosten-Riegel-Konstruktionen und Nachtauskühlungselementen. Gestalterisch wurde hier auf die Beibehaltung der Proportionsverhältnisse des Bestandes geachtet, sodass die Erweiterungsabschnitte nicht als solche kenntlich werden, um ein möglichst homogenes Gesamtbild zu erzielen.

Keyfacts

Architektur-Büro
JSP ARCHITEKTEN Gesellschaft für Gesamtplanung mbH
Teilnehmer
Joerg Schmidt
Art des Objekts
Büro- und Laborgebäude
Fläche des Objekts
2.480 m2
Baujahr
2018
Flachdach-Eigenschaften
Aufstellfläche für Technik, Dachterrasse, Sonstiges
Dachabdichtung
Bitumenbahnabdichtung

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